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Auch wenn vieles hiervon bekannt sein dürfte - hier eine kurze Zusammenfassung:
 
 Tipps für die Handhabung von Damastmessern

Die Verwendung:

Benutzen Sie beim aufgesetzten Schneiden eine weiche Unterlage wie z.B. Holz- oder Kunststoffbrettchen. 
So wird die Klinge besser geschont als bei Unterlagen aus Marmor, Glas, Keramik oder Metall.

Machen Sie sich immer bewusst, dass Sie ein scharfes Instrument führen. 
Mangelnde Vorsicht und ein "stumpfes" Messer haben schon oft Verletzungen verursacht . . .
 

Die Aufbewahrung:

Eine möglichst separate Aufbewahrung in einem Messerblock,  einer Messertasche, speziellen Messerhüllen oder an einer Magnetleiste wären der Idealfall. Wer den Platz hat, möge es in einem eigenen Fach einer Schublade ablegen. 

Manche Messerblöcke sind so eng gearbeitet, dass bei der Entnahme der Klinge der Block fast zwangsläufig geschnitten wird. Dann emfiehlt sich die gedrehte Aufnahme (Messerrücken nach unten) oder besser: der Neukauf / die Neuanfertigung eines passenden Blocks. Messerblock - eingeschnitten . . .
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Gerbmittel können die Klinge angreifen. Deshalb sollten Messer nicht in einer Lederscheide gelagert werden.

Die herausragende Schärfe der Damastklinge resultiert aus der Verwendung von nicht-rostfreien Stählen ( Diese erreichen beim Schleifen kleinere Korngrößen als rostfreie Stähle ). Zum Schutz des nicht-rostfreien Stahls sollte er am Besten nach jedem Gebrauch hauchdünn mit Öl (Küchenmesser z.B. mit Olivenöl) bestrichen werden, um einer Korrosion durch Luftfeuchtigkeit entgegen zu wirken.


Die Reinigung:

Handgefertigte Messer sollten aus mehreren Gründen nicht in die Spülmaschine:
Der Wasserdruck und die hohen Dauertemperaturen können Holzgriffe zum platzen bringen und Horngriffe verformen. 
Die nach dem Spülvorgang an der Klinge verbleibenden Reinigungs- bzw. Glanzmittel machen die Schneide stumpf  (auch wenn die Werbeindustrie anderes behauptet).

Meistens reicht die Reinigung mit einem feuchten Tuch oder in einem kurzen Wasser- / Spülbad völlig aus.

Unschöne Dauerverfärbungen ergeben sich z.B. dadurch, dass ein Messer nach dem Kontakt mit Säuren (von Obst oder Zitrusfrüchten) erst nach Tagen gereinigt wird.  Ätzende oder scheuernde Reinigungsmittel verbieten sich von selbst.


Die Pflege:

Die Pflege der Messerbestandteile entspricht der üblichen Pflege der verwendeten Materialien. 
Holz kann gelegentlich Holzöl gebrauchen.  Für Silberbeschläge  und Messing empfiehlt sich die entsprechende Politur. 
Horn braucht keine besondere Pflege. 


Der Erhalt der Klingenschärfe:

Der Gebrauch eines Wetzstahls kann die Nachschärfintervalle erheblich verlängern. Das Gefühl verblichener Schärfe kann bereits dadurch entstehen, dass die Schneidlinie seitliche Biegungen aufweist. So etwas tritt vor allem nach druckvollen Schnitten auf harten Unterlagen auf, kann aber auch eine Erscheinung nach längerer Gebrauchszeit sein. Hier reicht es oft, die Schneidlinie wieder mit einem Wetzstahl zu richten. Geübte Augen sehen den Versatz in der Schneidlinie bei näherer Betrachtung der Klinge. 

Klingenpflege: Wetzstahl

Erst wenn das Aufrichten zu keinem ausreichenden Erfolg führt, sollte die Klinge nachgeschliffen werden.

Vor jedem Nachschärfen ist das Aufrichten der Schneide eine wichtige Vorarbeit.

Achten Sie bitte darauf, nur die Schneide am Wetzstahl entlang zu führen. Die Kratzer, die ein Wetzstahl der Klingenseite zufügen kann, verunstalten das Aussehen  nachhaltig !

Solange Sie keine "billigen Allesschärfer" benutzen und die Klinge nicht an einem elektrischen Schärfgerät überhitzen, sollte es kein Problem sein, die ursprüngliche Schärfe wieder zu erlangen.

Anleitungen zum Messerschärfen würden an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet Informationen dazu z.B. hier: (www.messer-machen.de/messer.htm) 
oder hier: http://www.gungfu.de/razor/tipps.html 

oder im  Messerforum.

Aus meiner Erfahrung bringen geführte Schärfsysteme wie z. B. von Lansky, Gatco oder EdgePro die schnellsten Erfolge, da sie helfen, einen gleichmäßigen Schleifwinkel einzuhalten. 

Lassen Sie sich beim Kauf eines Schärfgerätes vom Fachhändler vorführen, wie das Gerät richtig angewendet wird.

Die Käufer meiner Messer haben von mir eine lebenslange Nachschärf-Option erhalten. Wird mir das Messer (ausreichend frankiert mit Rückporto) zugeschickt, schärfe ich es kostenlos, wenn es ihnen nicht gelingen sollte.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn der Schärfvorgang einmal länger dauert. Harte Stähle brauchen mehr Zeit. Der Lohn wird die längere Freude an der Schnitthaltigkeit sein.
 


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